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Haarathon 2009

 

Großer SchenkenanzieherSchon wieder ein Halbmarathon, eine Woche nach dem Tegernseelauf, wo ab km18 der große Schenkelanzieher rechts zwickte? Keine Experimente mehr vor New York!

Andererseits standen heute 3h „sehr ruhig“ auf dem Programm, da könnte man doch auch zum Test des Schenkelanziehers beim eh angemeldeten Haarathon mitlaufen? Bei welchem Trainingslauf gibt es schon Anfeuerung, Getränke zwischendurch und was zu Essen im Ziel?

Also los, der Fahrplan war mit 6:20 Kilometerzeiten ganz in Ruhe anzugehen, auf den Schenkelanzieher zu horchen und ansonsten den Tag bei wunderschönen Wetter zu genießen. Die Strecke ist zusammengesetzt aus meinen Trainingsstrecken, also kannte ich fast jeden Stein. Start in Haar, erster Kilometer 6:15, zweiter Kilometer 6:05, so geht es weiter. Puls 139, sehr ruhig halt. Ich lächle und grüße jeden Streckenposten, und die Kilometer gehen schnell vorbei. Das ist das Tempo für New York! Guter Laune und mit klarem Kopf die Stadt genießen!

Als sich bei km16 mein Schenkelanzieher immer noch nicht meldet, werde ich vorsichtig schneller. Mal sehen was geht. Sogar beim Schlußspurt zieht der Anzieher mit – 2:04h. Große Beruhigung breitet sich aus, denn ein paar 3h Läufe im 6:15 Tempo stehen ja noch aus vor dem nächsten großen Genußlauf in am 1. November!

 

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Tegernseelauf 2009

Einer der schönsten Läufe im Münchner Umland ist der Tegernseelauf, den die Eiszeit mit einem Umfang von haargenau 21.1km hinterlassen hat. Vor fünf Jahren bin ich die Strecke schon einmal gelaufen und erinnerte mich an giftige Steigungen zum Schluß.

Fünf Jahre später – und die Organisation ist um ein vielfaches professioneller geworden. Startnummer = BOB Ticket, Startbereich direkt vor dem Bahnhof statt auf einer Wiese neben dem See. Alle(!) Straßen um den See abgesperrt. So waren die Höhenmeter im bei km17 auch nicht mehr so giftig sondern straßenmäßig lang und laugend.

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Start um 10:45, los geht’s. Erste zwei Kilometer in 5:30, hoppla das ist ja genausoschnell wie damals als ich mit Durchnschnittspuls 173 ins Ziel kam. Aber die anderen Wahnsinnigen vom „Sun Runners“ Team (wir haben die Shirts vom Firmenlauf noch einmal stolz getragen) laufen vorweg. Und da der Puls dieses Mal bei ca. 155 bleibt, laufe ich so weiter.

St. Quirin, Tegernsee, Rottach-Egern, Bad Wiessee, Angst vor der ersten Steigung. Zum Glück entschärft durch Straßenstrecke, trotzdem – oben passiert’s: Mein rechter Oberschenkel, etwas beleidigt seit dem Tempotraining letzten Dienstag, schmerzt auf einmal ganz gewaltig. Und noch drei Kilometer. Erst mal gehen, dehnen, langsam weiter. So komme ich mit 1:57 ins Ziel.

Nach einem großen Teller Nudeln, Brezn, Bier und endlosen Siegerehrungen mit Blasmusik wagen wir uns noch in den Tegernsee, bevor wir die BOB heimwärts entern.

Ein schöner Tag!

Stadtlauf München 2009

Ich liebe Nieselregen. Meine persönliche Bestzeit beim Halbmarathon (Forstenried 2006): Nieselregen. Meine Premiere und seitdem unerreichte 10km Bestzeit (Regattastrecke Unterschleißheim): Nieselregen. Die letzten drei Jahre Stadtlauf: Warm, zu warm, bis zu 30°C. Was zu einer 2:13 Zeit letztes Jahr führte. Ab Aumeister war die Luft raus…

Aber was sehe ich gestern morgen früh um 6 Uhr: Wolken, nassen Asphalt, Nieselregenvorfreude! Schnell gefrühstückt, Kaffee, leichter gemacht, oranges Shirt angezogen und aufs Fahrrad gen Marienplatz.

Dann um 7:30 mit den Kollegen in der Sendlinger Straße getroffen. Einer nimmt sich 1:30 vor, ein anderer 1:45 mit gleichzeitigem Live-Twittern und Videofilmen. Soviel geballter Ehrgeiz färbt ab: In Regensburg (bei 30°C…) habe ich dieses Jahr 2:03 geschafft, ob ich mir wohl sub-2h vornehmen kann?

Stadtlauf 2009

Erster Kilometer 6:30, zweiter ebenfalls (allerdings mit Ausflug in die Büsche), ab da wird es besser. Der Puls bleibt unter 160. Schafherde bei km9, immer noch gut. Aumeister bei km13, immer noch gut. Der die letzten Jahre elend lange Rücklauf vom Aumeister vergeht wie im Fluge, die Gemeinheit der Fastumrundung des Kleinhesseloher Sees ebenfalls. Die km-Schilder sind mal wieder erratisch platziert, meine gemittelten km-Zeiten zum Glück nicht: 5:40 konstant, mit Endspurt muß das reichen.

Das tat es dann auch: 1:58 – so schnell war ich seit 2006 nicht mehr!

Apfelschorle, Müsliriegel, Banane, Bier und zurück zum Treffpunkt. Siegerbilder machen, die 10km Läufer begrüßen und die übermütige Entscheidung treffen, den 10km Lauf auch mitzulaufen.

Die ersten 5km vergehen wie im Fluge, aber dann wird es hart. Die Fastumrundung des Kleinhesseloher Sees wird gewohnt endlos – und war die Theatinerstraße beim HM auch so lang? Wie auch immer, nach 1:03 gibt es wieder Apfelschorle, Müsliriegel, Banane und Bier – und einen sehr zufriedenen Stadtläufer.

Stadtlauf München 2007

Nach der Hitzeschlacht letztes Jahr haben die Veranstalter nun die Reihenfolge umgedreht. Die Halbmarathonis laufen ganz früh um 8 Uhr, der 10km Lauf wird dann um 11 Uhr gestartet. Somit können alle spätestens 12:30 im Biergarten sein 🙂

Es ist schon ein faszinierender Anblick, wenn man Sonntags früh um Sieben auf dem Fahrrad nach München hineinfährt und aus allen Ecken Frühaufsteher mit dem charakteristischen orangen Stadtlauf-Shirt gen Rindermarkt streben sieht.

Es ist früh, es ist nicht zu warm, der Veranstalter hat kurz vor dem Start spezielle Männerpissoirs aufgestellt (Vierfacher Durchsatz auf gleicher Grundfläche – der Ingenieur in mir jubelt mit meiner Blase im Takt) – optimale Bedingungen also. Wären da nicht die 5000 Läufer vor mir, da ich mich verquatscht und spät zur engen Startaufstellung kommend unter die „2:15 bis 2:45“ mischen mußte. Nun gut, vielleicht bremst mich das am Anfang auf ein vernünftiges Tempo, daß ich nicht gegen Ende so einbreche wie letztes Jahr.

Es geht dann auch gemütlich los, die ersten 3km in 18:40 – hmmm etwas langsam für sub2 – km4 dann in 23:10. Da war wohl ein Schild kreativ platziert. km5 bei 28:00, km10 bei 55:00. So schnell bin ich nicht. Aber jetzt werden die Kilometer länger, obwohl ich subjektiv nicht langsamer laufe. Vielleicht brauch ich ja doch so einen sauteuren GPS-Pulsmesser…

Ein kurzer Anstieg an einer Brücke über den mittleren Ring, dann eine endlose Runde über den Kleinhesseloher See. Kilometer (oder 1100m?) Zeiten von 5:30 bis 6:00. Sub2 könnte noch was werden.

Die vorletzten zwei Kilometer dann bis zum Hofgarten sind hart, aber wenigstens sieht man dieses Jahr im Unterschied zum Vorjahr keine Sanitäter umgekippte Läufer versorgen. Die Temperaturen sind halt immer noch angenehm.

Feldherrnhalle, letzte 500m, Endspurt: 1:59. Na also, geht doch noch, obwohl es der erste Lauf in der M40-Klasse war 🙂

Nach einer Stunde ausschnaufen, Erdinger alkoholfrei trinken und um Bananen und Brezeln kämpfen haben wir uns dann den Start des 10km Laufs angeschaut. Wahnsinn in welchem Tempo die Spitzenläufer losrennen. Und noch mehr Wahnsinn, daß sie nach 32 Minuten im gleichen Tempo wieder zurück kommen.
Genauso beeindruckend aber auch der Anblick, wie an die 10.000 Läuferinnen und Läufer im orangen Shirt in dichtem Pulk an einem vorbeilaufen.

Achenseelauf 2006

Was für ein schöner Lauf! Super Panorama die ganze Zeit, Abwechslung im zweiten Teil und Schlemmerbuffet im Ziel. Aber erstmal…

Ich trainiere gerade auf mein Ziel „Unter 4h“ für den München Marathon (welches in in Regensburg um 10 Sekunden verfehlt habe) und hatte mich im Frühjahr angemeldet, weil mir 23km um einen See als guter Testwettkampf erschienen.
Kurz vor dem Lauf dann habe ich in drsl dann mal „Achenseelauf“ eingegeben und zwei schöne aber alarmierende Berichte (Danke Gernot) gefunden, wonach die zweite Hälfte eher ein Berglauf ist. Oha. Aber genug der Vorrede.

Sonntag früh um sieben Uhr. Nudelauflauf und Rotwein mit Freunden am Vorabend, den Rest Kuchen mit Kaffee zum Frühstück – das sollte doch eine ideale Grundlage sein, den Magen auf die Red Bulls an den Labestationen (der Lauf ist schließlich in Österreich) vorzubereiten.

Nach eineinhalb Stunden malerischer Autofahrt durch die Berge komme ich in Pertisau am Achensee an, bekomme einen Parkplatz auf einer großen Wiese und meine Startnummer. Im Begrüßungspaket befindet sich neben dem üblichen Müsliriegel auch ein Trinflaschengurt und – als Souvenier ein Paket Buchstabennudeln!

Es ist kalt so früh. Also länger warmlaufen und Taktik überlegen. Gernot hatte empfohlen, die ersten 15km so schnell wie möglich zu laufen, weil auf den dann folgenden fünf Bergkilometern eh Stop-n-Go mit Ausruhgelegenheit zu erwarten ist. Also beschließe ich, mein avisiertes Marathontempo (5:30min/km) anzupeilen und mich auf den Berg zu freuen.

Ein krachender Böllerschuß am Start zwingt uns, die ersten Kilometer taub zu laufen. Offensichtlich sollen keine anderen Sinne unsere Augen von der Kulisse ablenken, die sich jetzt vor uns entfaltet: Den ersten Kilometer geht es leicht bergab durch Pertisau zum Ufer des Sees, dann immer am See entlang. Wir passieren die Endstation der Dampfeisenbahn, die aus dem Inntal herauf zum See fährt, umrunden die Südspitze und laufen dann unterhalb der in den Fels gehauenen Straße am Ostufer des Sees nach Norden.

Meine Kilometerzeiten sind genau im Plan, und ich fühle mich super. Auf dem See kreuzt ein Ausflugsdampfer mit Zuschauern, dazwischen Schlauchboote mit Sanitätshelfern. Ein Schlauchboot wäre im Falle eines Falle schneller vor Ort als ein Krankenwagen. Später am Westufer sollten wir Streckenposten mit ausreichend Seil sehen, bereit, Hilfebedürftige zum Schlauchboot auf dem See abzuseilen. Bei Kilometer 9 kommt die erste kurze Steigung. Freundlicherweise haben die Veranstalter links und rechts Spiegel aufgestellt, damit jeder die Größe seiner Schweißperlen mit denen des Hintermanns vergleichen kann 🙂

10km Zwischenzeit ist 54:00, alles im Plan. Bei Achenkirch und Kilometer 14 umrunden wir die Nordspitze des Sees und eine seltsame Unruhe breitet sich im Feld aus. Hektische Zwischenspurts, Überholmanöver – kurze Zeit später erkenne ich warum: Stau, noch bevor der Bergpfad richtig angefangen hat. Ab jetzt gilt Überholverbot, an das sich auch brav jeder hält.

Die nächsten 5km werden auf diese Weise sehr kurzweilig; Man hat Muße den Ausblick auf den See zu genießen und ein wenig mit seinen Nachbarn zu quatschen. Zwischendurch kurze Laufabschnitte, dann wieder 40cm hohe Stufen hoch und am Ende steil wieder runter auf Seehöhe. Dort gibt es das erste Mal Red Bull zu trinken, und weiter geht es in ein Waldstück. Der Weg wird allerdings noch nicht breiter, Stufen und Wurzelwerk erfordern höchste Konzentration. Das Durchschnittstempo ist inzwischen auf mehr als 6:00min/km abgesackt. Hoffentlich gehen die Endspurtkilometer nicht auch durch den Wald!

Nein, denn der Achensee ist ein läuferfreundlicher See: Die letzten zwei Kilometer läuft man auf einem breiten Promenadenweg nach Pertisau ein. Hier kann ich das Tempo noch einmal richtig anziehen, das Ziel schon fast vor Augen. Das macht Spaß. So wie der ganze Lauf, 2 Stunden und 19 Minuten lang.

Im Ziel bekommen wir unsere Medaille, soviel Red Bull wie wir wollen, aber auch Wasser, Iso, Kuchen, Bananen, Müsliriegel… Das tut gut!

Fazit: Ein sehr empfehlenswerter Lauf, bestens organisiert, abwechslungsreich und durch wunderbare Landschaft.

Forstenrieder Volkslauf 2006

Dies war mein fünfter Halbmarathon, und es sollte mein schnellster werden.

Das Wetter war gerade richtig: Kühl und Nieselregen. Bei diesem Wetter laufe ich immer meine besten Zeiten. Der Startbereich war gut ausgeschildert und leicht zu finden, die 30 Minuten vor dem Startschuß vergingen wie im Flug. Keine Wartezeit für das finale kleine Geschäft (letzte Woche in Berlin waren es noch 25 Minuten), schöne Wege zum Warmlaufen, usw. ich bin sogar schon durch das Start/Zieltor gelaufen und habe mich gefragt, in welche Richtung das Feld wohl loslaufen würde. Als ich von der Aufwärmrunde zurückkam und auch wieder das Tor zulief, hatte ich auf einmal eine Wand von wild entschlossenen Spitzenläufern vor mir. Aha, falsche Seite – schnell vorbei und hinten anstellen.

Der Startschuß fiel, und los ging’s! Die meisten spurteten derartig schnell voran, daß der übliche „Sortierslalom“ hier nur etwa einen Kilometer währte, dann lief ich ungestört mein Tempo in einer kleinen Gruppe. Ich hatte mir vorgenommen, Kilometerzeiten von 5:30min zu laufen, das sollte für 1:55h reichen, knapp unter meiner bisherigen Bestzeit (auch im Nieselregen). So lief ich los, die ersten Kilometerschilder kamen wie immer schneller als erwartet und ich lief 5:20er Kilometer, einen nach dem anderen, immer weiter, und fühlte mich wohl dabei.

Der Lauf wurde zu einem fast meditativen Erlebnis: Vor einem Läuferbeine zum drauf konzentrieren, links Wald, rechts Wald, keine Zuschauer, oben Nieselregen. Nur das rythmische Geräusch der Schuhe auf dem Asphalt ist zu hören. Und jeden Kilometer ein freundliches Schild zu sehen: 6-7-8-9 – die Zeit verging wie im Fluge. Ich bin noch nie im Forstenrieder Park gelaufen und wußte daher nie, wo genau ich war und wie lange es noch bis zur nächsten Kurve war. Also konnte ich mich ganz aufs Laufen konzentrieren.

Der Lauf war sehr professionell organisiert. So habe ich es das erste Mal erlebt, daß das Wasser an den Versorgungsstationen angenehm vorgewärmt war!

Ab Kilometer 12 wurde es dann doch langsam anstrengender, das Tempo zu halten. Aber dafür gab es Abwechslung und Motivation zugleich. Die Spitzenläufer kamen einem entgegen, und: Sie keuchten auf ihren letzten Kilometern ganz genau so wie ich es von mir bei Kilometer 19 auch erwartete. Das motiviert.

Bei Kilometer 16 liefen wir eine 180-Grad-Kurve und boten nun den nachfolgenden Läufern auch das Schauspiel theatralischen Keuchens. Irgendwie waren die Kilometerschilder jetzt weiter voneinander entfernt platziert. Das letzte Stück über eine Waldweg, am Anfang kaum wahrgenommen, zog sich unendlich hin. Doch dann war das Ziel im Blick, dieses Mal ohne Starterreihe. Endspurt – PIEP macht die Chipmeßanlage – 1:51h! Wow – mehr als vier Minuten schneller als meine bisherige Bestzeit. Habe ich schon erwähnt, wie gerne ich im Nieselregen laufe?

Im Ziel gab es Bananen, Apfelschorle und jede Menge zufriedene Gesichter. Denn just zu dieser Sekunde hatte der Regen aufgehört.

Ein sehr schöner Lauf! Es gibt große Fun-Läufe (wie den Münchner Stadtlauf) oder fast familiäre Läufe wie diesen, wo man, von guter Organisation umsorgt, in Ruhe seine perönlichen Grenzen testen kann.