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Stadtlauf München 2009

Ich liebe Nieselregen. Meine persönliche Bestzeit beim Halbmarathon (Forstenried 2006): Nieselregen. Meine Premiere und seitdem unerreichte 10km Bestzeit (Regattastrecke Unterschleißheim): Nieselregen. Die letzten drei Jahre Stadtlauf: Warm, zu warm, bis zu 30°C. Was zu einer 2:13 Zeit letztes Jahr führte. Ab Aumeister war die Luft raus…

Aber was sehe ich gestern morgen früh um 6 Uhr: Wolken, nassen Asphalt, Nieselregenvorfreude! Schnell gefrühstückt, Kaffee, leichter gemacht, oranges Shirt angezogen und aufs Fahrrad gen Marienplatz.

Dann um 7:30 mit den Kollegen in der Sendlinger Straße getroffen. Einer nimmt sich 1:30 vor, ein anderer 1:45 mit gleichzeitigem Live-Twittern und Videofilmen. Soviel geballter Ehrgeiz färbt ab: In Regensburg (bei 30°C…) habe ich dieses Jahr 2:03 geschafft, ob ich mir wohl sub-2h vornehmen kann?

Stadtlauf 2009

Erster Kilometer 6:30, zweiter ebenfalls (allerdings mit Ausflug in die Büsche), ab da wird es besser. Der Puls bleibt unter 160. Schafherde bei km9, immer noch gut. Aumeister bei km13, immer noch gut. Der die letzten Jahre elend lange Rücklauf vom Aumeister vergeht wie im Fluge, die Gemeinheit der Fastumrundung des Kleinhesseloher Sees ebenfalls. Die km-Schilder sind mal wieder erratisch platziert, meine gemittelten km-Zeiten zum Glück nicht: 5:40 konstant, mit Endspurt muß das reichen.

Das tat es dann auch: 1:58 – so schnell war ich seit 2006 nicht mehr!

Apfelschorle, Müsliriegel, Banane, Bier und zurück zum Treffpunkt. Siegerbilder machen, die 10km Läufer begrüßen und die übermütige Entscheidung treffen, den 10km Lauf auch mitzulaufen.

Die ersten 5km vergehen wie im Fluge, aber dann wird es hart. Die Fastumrundung des Kleinhesseloher Sees wird gewohnt endlos – und war die Theatinerstraße beim HM auch so lang? Wie auch immer, nach 1:03 gibt es wieder Apfelschorle, Müsliriegel, Banane und Bier – und einen sehr zufriedenen Stadtläufer.

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Stadtlauf München 2007

Nach der Hitzeschlacht letztes Jahr haben die Veranstalter nun die Reihenfolge umgedreht. Die Halbmarathonis laufen ganz früh um 8 Uhr, der 10km Lauf wird dann um 11 Uhr gestartet. Somit können alle spätestens 12:30 im Biergarten sein 🙂

Es ist schon ein faszinierender Anblick, wenn man Sonntags früh um Sieben auf dem Fahrrad nach München hineinfährt und aus allen Ecken Frühaufsteher mit dem charakteristischen orangen Stadtlauf-Shirt gen Rindermarkt streben sieht.

Es ist früh, es ist nicht zu warm, der Veranstalter hat kurz vor dem Start spezielle Männerpissoirs aufgestellt (Vierfacher Durchsatz auf gleicher Grundfläche – der Ingenieur in mir jubelt mit meiner Blase im Takt) – optimale Bedingungen also. Wären da nicht die 5000 Läufer vor mir, da ich mich verquatscht und spät zur engen Startaufstellung kommend unter die „2:15 bis 2:45“ mischen mußte. Nun gut, vielleicht bremst mich das am Anfang auf ein vernünftiges Tempo, daß ich nicht gegen Ende so einbreche wie letztes Jahr.

Es geht dann auch gemütlich los, die ersten 3km in 18:40 – hmmm etwas langsam für sub2 – km4 dann in 23:10. Da war wohl ein Schild kreativ platziert. km5 bei 28:00, km10 bei 55:00. So schnell bin ich nicht. Aber jetzt werden die Kilometer länger, obwohl ich subjektiv nicht langsamer laufe. Vielleicht brauch ich ja doch so einen sauteuren GPS-Pulsmesser…

Ein kurzer Anstieg an einer Brücke über den mittleren Ring, dann eine endlose Runde über den Kleinhesseloher See. Kilometer (oder 1100m?) Zeiten von 5:30 bis 6:00. Sub2 könnte noch was werden.

Die vorletzten zwei Kilometer dann bis zum Hofgarten sind hart, aber wenigstens sieht man dieses Jahr im Unterschied zum Vorjahr keine Sanitäter umgekippte Läufer versorgen. Die Temperaturen sind halt immer noch angenehm.

Feldherrnhalle, letzte 500m, Endspurt: 1:59. Na also, geht doch noch, obwohl es der erste Lauf in der M40-Klasse war 🙂

Nach einer Stunde ausschnaufen, Erdinger alkoholfrei trinken und um Bananen und Brezeln kämpfen haben wir uns dann den Start des 10km Laufs angeschaut. Wahnsinn in welchem Tempo die Spitzenläufer losrennen. Und noch mehr Wahnsinn, daß sie nach 32 Minuten im gleichen Tempo wieder zurück kommen.
Genauso beeindruckend aber auch der Anblick, wie an die 10.000 Läuferinnen und Läufer im orangen Shirt in dichtem Pulk an einem vorbeilaufen.